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»Thomas Bernhard und Karl Ignaz Hennetmair - zwei Freunde über viele Jahre. Im anderen konnten sie den eigenen Abgrund erkennen. Sie müssen voreinander erschrocken sein. Sie müssen aneinander gelitten haben. Leid als Leidenschaft.«
Helmut Schödel
»Bedenken Sie, das war ein Schweinehändler und späterer Immobilienmakler, der nichts im Kopf hatte als sein Erlebnis mit Bernhard. Er hat das Ganze offenbar nicht verkraftet.«
Peter Fabjan über Karl Ignaz Hennetmair, NEWS 14/00
»'Wenn ich nichts aufschreibe, geht später jede Bernhard-Forschung ins Leere' - auf alle Fälle findet man Hennetmairs Prophezeiung nach der hoch spannenden und hoch amüsanten Lektüre dieses nun endlich 'entsiegelten' und damit der Öffentlichkeit preisgegebenen Tagebuchs eingelöst. Der Realitätenvermittler Hennetmair hat uns die (grösstmögliche) Realität über Bernhard vermittelt und dürfte damit weitere Bernhard-Devotionalen überflüssig gemacht haben.«
Hans Christian Kosler, Neue Zürcher Zeitung, 9.11.2000
- Archiv Zürcher Ztg., Gebühr 2.38 Euro , http://nzz.gbi.de, abgerufen am 03.02.2007
»Seit Eckermanns Gesprächen weiß man, dass Schriftsteller immer auch für eine Krankengeschichte taugen. Ihr Protokollant ist ein Opfer, das sich für seine Unterlegenheit mit pathetischer Bewunderung rächt. Hennetmair - und das macht sein Tagebuch zu einem Wunderwerk dieser oft angeschmuddelten Gattung - leidet nicht an seiner Unterlegenheit...
Hennetmair betrieb keine Vivisektion des Einsamen, preßte kein Geständnis ab, nutzte nicht die schwache Minute...
Die Größe des Realitätenvermittlers ist es, seine Aufgabe in keinem Satz zu überschreiten. Diese Nüchternheit ist ein Freundschaftsdienst, den ihm die 'Bernhardforschung' danken muss.«
Thomas Wirtz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2000
- http://www.faz.net, abgerufen am 03.02.2007
»Ein Nichtschriftsteller schreibt eines der besten Bücher der Saison...
Ein in diesen Jahren flacher Unterhaltung ungeheures Buch - geschrieben von einem wortreichen Außenseiter. Ohne dieses Buch zu kennen, darf sich niemand mehr über Thomas Bernhard zu äußern wagen.«
Rolf Michaelis, DIE ZEIT, 16.11.2000
- http://www.zeit.de/archiv/2000/47/200047_l-bernhard.xml, abgerufen am 03.02.2007
»Wer wissen will, was Bernhard tat, wenn er nicht schrieb, lese dieses wunderbare, komisch-traurige Buch.«
Frankfurter Rundschau
»Da hat ein Originalgenie uns das Vergnügen bereitet, an einem Privatissimum über den Salzburger Dichter teilnehmen zu dürfen. Der Gewinn ist beachtlich.«
Hansjörg Graf, Süddeutsche Zeitung, 6. 12. 2000
»Wer Hennetmair unterstellt, er wolle sich im Schatten des Berühmten bloß wichtig machen, tut ihm gewiß unrecht.«
Werner Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 9.12.2000
- http://www.salzburg.com/sn/archiv_artikel.php?xm=169395&res=0, abgerufen am 03.02.2007
»Eine hoch spannende, hoch amüsante Lektüre ...«
Neue Zürcher Zeitung
»Karl Ignaz Hennetmair - Der Skandal ist nicht seine Person, sondern deren Nichtbeachtung:
Da mauert die Bernhard-Factory zwischen Gmunden und Nationalbibliothek ...
Bekannt ist, dass Hennetmair "dem Thomas" alle Häuser besorgte. Weniger bekannt ist, dass er selbst ein Meisterwerk geschrieben hat; leider liegt nur für 1972 dieses chronikartige, überaus witzige Tagebuch vor: voll mit winzigen Beobachtungen, irdischer Vermessung der metaphysischen Atemnot - eine große Liebesgeschichte voller Schmerz.«
Der Standard, 14.05.2003
»Unglaublich spannend, unglaublich informativ, grandios geschrieben!«
Harald Schmidt
»Jedes Mal aber, wenn ich in diesem Tagebuch lese, glaube ich schon nach wenigen Minuten, Bernhard und Hennetmair zu begegnen, höre, wie sie sich ununterbrochen unterhalten, feixen und lachen, und dann kann ich das Buch zuklappen, ich höre sie weiterreden als läse ich noch immer, und nach weiteren zehn, fünfzehn Minuten bin ich sogar der Dritte im Bunde, sehe Bernhard und Hennetmair am Abend mein Arbeitszimmer betreten.«
Hanns-Joseph Ortheil, Die Literarische Welt, eine Beilage der WELT
Proteste des Bruders
»Mit Protesten gegen die Buchpräsentation in der Nationalbibliothek hat sich der Bruder Thomas Bernhards, Peter Fabian, ebenso zu Wort gemeldet wie der Leiter des Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek, Wendelin Schmidt-Dengler.«
ORF Internetseite, 12.10.2000
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